Faktoren für erfolgreiches E-Mail Marketing

E-Mail-Marketing ist sehr wichtig

E-Mails sind nach wie vor beliebt zur Kommunikation mit Geschäftspartnern und (potentiellen) Kunden. Eine Studie von 2015 durch das Unternehmen „Marketing Sherpa“ belegt, dass 72 Prozent der Verbraucher den Kontakt über E-Mails bevorzugen. Das bedeutet logischerweise, dass auch das E-Mail Marketing weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Online Kommunikation mit anderen Unternehmen und Kunden ist. Das gilt auch, wenn es um den Erhalt von Werbung geht. 77 Prozent der Benutzer bevorzugen, es Angebote schriftlich per E-Mail zu erhalten.

Auch die Unternehmensberater von „McKinsey“ haben festgestellt, dass der Kontakt über E-Mail für die Lead Generierung sogar noch effizienter ist als Social Media. Daraus lässt sich schließen, dass für ein erfolgreiches Online Marketing, der Kontakt über E-Mail nicht vernachlässigt werden darf.

Vorteile von E-Mail-Marketing

Das Versenden von werblichen E-Mails, gehört zu den ältesten Formen des Online Marketings. Interessierte abonnieren Ihren Newsletter, weil Sie sich über Ihre Angebote informieren wollen. Dadurch haben Sie bereits den großen Vorteil, dass Sie mit diesen Newslettern keine Kaltakquise betreiben, sondern wohlwollenden Empfängern nähere Informationen zukommen lassen. Viele Newsletter enthalten sogar extra Goodies in Form von kostenlosen E-Books, speziellen Angeboten oder Ähnlichem.

E-Mail Marketing kann für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend sein. Mit der entsprechenden Sorgfalt sollte es daher auch umgesetzt werden.

Gutes E-Mail Marketing sollte verschiedene Bestandteile enthalten, um seriös und ansprechend zu sein und zu bleiben. Dazu gehören die rechtliche Absicherung, eine gute Empfängerliste, eine ansprechende Gestaltung und abschließend eine genaue Erfolgskontrolle. All diese Punkte werden nachfolgend genauer beleuchtet.

1. Die rechtliche Absicherung

Um regelmäßige werbliche E-Mails, so genannte Newsletter, an Ihre Kunden und Partner zu schicken, sollten Sie unbedingt die folgenden Punkte beachten. Sie wollen schließlich nicht mit Ihrer E-Mail direkt im Spam-Ordner landen oder sogar abgemahnt werden.

Wichtig ist:

  • Die Zustimmung des Kunden. Der Empfänger muss ausdrücklich zustimmen in der Zukunft regelmäßig eine E-Mail von ihnen zu erhalten. Technisch kann das durch ein so genanntes „Double Opt-In“ geschehen. Dabei muss der Kunde sich zunächst mit dem Erhalt der E-Mail einverstanden erklären. Das kann durch das Setzen eines entsprechenden Häkchens passieren. Diese Zustimmung muss dann ein weiteres Mal durch einen Bestätigungslink, der per E-Mail gesendet wird, bestätigt werden. Eine Ausnahme gibt es hier bei bestehenden Kundenbeziehung.
  • Eine Opt-Out Möglichkeit: Eben so wichtig wie das Opt-In ist auch das Opt-Out. In jeder kommerziellen E-Mail muss ein Link enthalten sein, mit dem man den Newsletter wieder abbestellen kann. Der Empfänger muss jederzeit schnell und einfach sein Newsletter-Abonnement widerrufen können.
  • Ein schnell erreichbares Impressum: Wie auf jeder herkömmlichen Website, müssen auch Newsletter und werbliche E-Mail das Impressum enthalten. Das kann entweder in Textform sein oder als Link. Wird die Link Option gewählt, muss aber das Impressum in maximal zwei Klicks erreichbar sein.
  • Die Mail als Werbung kennzeichnen: Eine kommerzielle E-Mail muss auch als solche erkennbar sein. Schon in der Absender- und Betreffzeile muss sich ein Hinweis darauf befinden.

Diese rechtlichen Grundlagen müssen stimmen, damit Sie sicher und ohne böses Erwachen Ihr E-Mail Marketing betreiben können. Für eine intensive und ausführliche Beratung wenden Sie sich an Ihren Rechtsanwalt.

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2. Der Aufbau einer treffsicheren Empfängerliste

Eine zielsichere und sinnvolle Sammlung von E-Mail Adressen ist für den Erfolg Ihres E-mail Marketing ausschlaggebend. Wichtig für erfolgreiches E-Mail Marketing: Qualität vor Quantität. Eine gelungene Mailingliste besteht nicht aus vielen Empfängern, sondern aus aktiven und interessierten Adressaten.

Um eine gute Empfängerliste aufzubauen, muss geneigten Lesern und Besuchern Ihrer Website die Möglichkeit gegeben werden, sich in diese Liste einzutragen. Sie benötigen dazu ein Anmeldeformular auf Ihrer Website. Dieses Formular muss gut sichtbar auf der Website platziert werden und schnell auszufüllen sein. Lange Formulare schrecken User ab.

 

Um den Besuchern Ihrer Website einen Anreiz zu geben, sich für Ihren Newsletter anzumelden, sollten Sie qualitativ hochwertige Inhalte bieten. Auch ein ein E-Book, Tipps, ein Webinar oder eine Probe Ihrer Waren kann angeboten werden. Sie können Ihren Newsletter auch offline bewerben. So verbinden Sie Ihr E-Mail Marketing organisch mit Ihrem herkömmlichen Marketing.

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3. Die Gestaltung des Newsletters

 

Wenn Ihre E-Mail Marketing Aktion die richtigen Adressaten erreicht hat, müssen diese noch überzeugt werden, Ihre Angebote in Anspruch zu nehmen. Dafür müssen Sie ihre Zielgruppe kennen und wissen, was Sie lesen und sehen möchten.

Richten Sie ihre E-Mail Marketing Aktionen nach den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe aus. Lesen Ihre Kunden und Geschäftspartner gerne lange Mails mit vielen Informationen oder möchten sie nur einen kurzen Überblick über neue Aktionen und Angebote erhalten? 

Je weniger Ihre Adressaten bei Ihren E-Mails an Werbung denken und je mehr Sie sich direkt angesprochen fühlen, desto besser wird auch ihre Response. Passen Sie Ihren Schreibstil und Ihre Bildauswahl an Ihre Zielgruppe an. Vernachlässigen Sie aber nicht Ihr Corporate Design. Schließlich wollen Sie ja wiedererkannt werden. Ein Call-to-Action an mehreren Stellen rundet einen guten Newsletter ab.

Verschicken Sie Ihre Newsletter regelmäßig, hilft ein Redaktionsplan. Darin legen Sie fest, zu welchem Zeitpunkt Inhalte erscheinen. Gleichen Sie ihn mit Ihren Angeboten oder Blogeinträgen ab, so informieren Sie Ihre Kunden zeitnah.

Denken Sie auch über responsive Lösungen nach. Immer mehr Menschen rufen Ihre Mails auf mobilen Geräten ab. Sind Mails auf dem Smartphone oder Tablet schwer lesbar, werden Ihre Nachrichten vielleicht gar nicht erst geöffnet. Eine nutzerfreundliche E-Mail wird eher und wohlwollender gelesen.

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Unverzichtbar: Eine ansprechende Betreffzeile

Der User entscheidet innerhalb von wenigen Sekunden, ob er Ihren Newsletter öffnet oder nicht. Es muss sofort klar sein, wer der Absender ist, dass es sich nicht um Spam handelt und der Inhalt relevant ist. Die Betreffzeile hat die schwierige Aufgabe das Interesse des Lesers zu wecken.

 

Der Betreff sollte kurz und prägnant sein, kein „Geschwafel“, keine Füllwörter. Der Nutzer muss sofort erkennen, dass sich das Öffnen für ihn lohnt und dass der Inhalt ihn interessiert. Eine gute Betreffzeile ist daher schon die halbe Miete. Der beste Newsletter führt nicht zum Erfolg, wenn er nicht geöffnet wird. Legen Sie also Wert und Arbeit in die Entwicklung des Betreffs und wenden Sie immer wieder A/B-Tests an. So können Sie herausfinden, welche Betreffzeilen bei Ihren Lesern funktionieren. Das kann Ihnen außerdem wichtige Einblicke über das Nutzerverhalten Ihrer Abonnenten liefern.

4. Analyse und Kontrolle

Sie müssen wissen was funktioniert und bestenfalls auch warum. Spezielle Zielgruppen haben spezielle Bedürfnisse. Mit Hilfe von Analyse Tools, die es online gibt oder auch in Newsletterprogrammen enthalten sind oder einfachen A/B Tests können Sie Designs und Ansprachen testen und optimieren. Diese können zum Beispiel auch Aufschluss über optimale Versandzeitpunkte oder Ansprache geben. Den Erfolg einer Kampagne messen Sie am besten mit diesen KPIs (Key Points of Interest):

  • Zustellrate: Wie viele Empfänger haben Ihren Newsletter tatsächlich erhalten?
  • Bouncerate: Wie viele Zustellungen waren unmöglich? Das kann an veralteten oder falschen Adressen liegen.
  • Öffnungsrate: Diese Zahl zeigt an, wie viele E-Mails tatsächlich geöffnet wurden. Um Mehrfachöffnungen aus dieser Zahl auszuklammern, müssen „eindeutige Öffnungen“ angezeigt werden.
  • Klickrate: (Click-Through-Rate): Diese Zahl gibt an, wie viele Empfänger des Newsletters auf einen enthaltenen Link geklickt haben.
  • Abmelderate: Diese Zahl zeigt Ihnen an, wie viele Abmeldungen vom Newsletter über den Abmeldelink in der Mail vorgenommen wurden.
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